9. Tage der Barockmusik Schrobenhausen
LUTHER & BACH

 

Grußwort des Schirmherren:
Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm

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Vor 500 Jahren entdeckte Martin Luther die frohe Botschaft von der befreienden Liebe und Gnade Gottes neu für sich und die ganze Christenheit. In Windeseile breitete sich die reformatorische Botschaft in alle Lande aus durch Schriften, Bilder, Flugblätter, durch die von Martin Luther ins Deutsche übersetzte Bibel und nicht zuletzt durch Lieder und Gesänge.
Lieder waren für Martin Luther von hoher Bedeutung, die Musik ein für ihn hohes und wichtiges Gut. Von Jugend an pflegte er den Gesang und das Instrumentenspiel.
Wie wichtig Luther die Musik war, hat er immer wieder zum Ausdruck gebracht: „Ich liebe die Musik. Denn sie ist ein Geschenk Gottes und nicht der Menschen, sie macht das Gemüt froh, sie verjagt den Teufel, sie bereitet unschuldige Freude.“ sagt Luther.

Lieder, die von der Gemeinde gesungen wurden, sollten eine ganz wesentliche Rolle für die Reformation spielen.

Viele dieser Lieder hat der Protestant Johann Sebastian Bach in seinen Kantaten und Chorälen, aber auch in seinen Choralvorspielen für Orgel auskomponiert und musikalisch interpretiert. Die Musik Johann Sebastian Bachs wäre ohne die Reformation und ohne die Lieder Martin Luthers nicht denkbar gewesen.

Im Jahr 2017 ist es also naheliegend, einen besonderen Blick auf den Reformator und den Barockkomponisten zu werfen. Bei den diesjährigen Tagen der Barockmusik Schrobenhausen kommen nun Luther und Bach zusammen – ein vielversprechendes Paar!

Daher habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft für das diesjährige Festival in Schrobenhausen übernommen und wünsche allen Besucherinnen und Besuchern berührende musikalische Erlebnisse und begeisternde Konzerte.


Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm,
Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in 
Deutschland